6 Jahre

… sind seit Finns Geburt vergangen. Wieder ein guter Augenblick um zurück zu schauen.
Was letztes Jahr die Entwicklung des guten Wortschatzes war, war dieses Jahr ein riesieger Sprung im Zahlenverständnis. Grund war Corona und der damit verbundene Homeschooling-Unterricht … den Finn nebenbei bei Jannik mitmachte. Im Entwicklungsgespräch vor zwei Wochen meinte Bezugserzieher Marco „Finn ist nicht normal“ und meinte damit, dass Finn Rechenaufgaben zum Teil schneller als ein Erzieher rechnet 😉 Das passt auch ins Bild: wenn wir an Jannik „Sachrechenaufgaben“ oder „Rätsel“ stellen, dann ist Finn mit der Antwort manchmal schneller.

Finn liebt seinen Bruder, obwohl dieser oftmals seine stärkere Position durchsetzt. Das führt häufig dazu, dass Finn sich wegen Kleinigkeiten (z. B. „Finn ist ein Baby“ oder „Finn kann dies nicht“ oder Jannik sagt alles nach) so richtig aufburschtelt. Das gefällt Jannik wiederum und setzt dynamische Prozesse in Gang, welche den Familienfrieden gefährden. Mittlerweile hat Finn erkannt, dass er auch körperlich gut zurück geben kann. Dies führt mittlerweile – zwar selten, aber dennoch – zu erhöhtem Aggressionspotenzial.

Auffällig im Vergleich zu Jannnik sind Finns häufigen kleinen Unfälle, die immer wieder zu „Verletzungen“ führen. Ob stolpern, Kopf einhauen, runter fallen oder auf die Zunge beißen – Finn hat jeden Tag etwas. In letzter Zeit ist er darüber ziemlich wütend über sich. In der Kita hat er den Weggang der großen Geschwistergang gut weggesteckt und neue Freundschaften geschlossen – die Langzeitbekanntschaften der jüngeren Geschwisterkinder Elena und Gabriel aus der „Jannik-Gang“ sind aber immer noch die Favoriten. Im Froschkurs motivieren Elena und Finn sich gemeinsam.

Die Ausdauer von Finn in Sachen Spange tragen hat sich bezahlt gemacht – die Maßnahme hat für die Milchzähne gut gewirkt. Für das zweite Gebiß werden wir das beobachten müssen. Auf jeden Fall konnte Finn dadurch eine Belohnung einsacken, da wir die Gutschrift der Krankenkasse 1:1 in einen Legowunsch von Finn investierten.

Neu eingführt wurde zum neuen Schuljahr von Jannik auch Taschengeld für Finn. Damit verbunden ist der Dienst „Geschirrspüler ausräumen“ – den hat er sich selber ausgesucht. Wir achten aber darauf, dass es nicht mehr als 2x die Woche wird – weil das im Vergleich zu Janniks einfachen Diensten dann ziemlich unfair wäre. Damit haben wir bewußt früher als bei Jannik mit dem Taschengeld angefangen, da Jannik mit dem Thema Taschengeld ab und zu gegenüber Finn ziemlich angegeben hat. Das ist nun vorbei. Finn erhält 0,50 EUR pro Woche, damit wir nächstes Jahr auf 1 EUR erhöhen können – der Betrag, den auch Jannik in der ersten Klasse erhalten hat.

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Größe:
Geburt:    51 cm
01 Monat:  56 cm (Selbstmessung)
02 Monate: 60 cm (geschätzt)
03 Monate:
61,6 cm
04 Monate: 66 cm
05 Monate: 70 cm
06 Monate: 71 cm (geschätzt ;) )
07 Monate:
72 cm (lt. U5)
08 Monate: 74 cm (geschätzt ;) )
09 Monate: 75 cm (geschätzt ;) )
27 Monate: 93 cm
30 Monate: 95 cm (geschätzt)
33 Monate: 97 cm
36 Monate: 100,5 cm
48 Monate: 108 cm
60 Monate: 116,5 cm
72 Monate: 123,4 cm

Gewicht:
Geburt:   
3.400 g
01 Monat:  
5.340 g
02 Monate: 
6.600 g
03 Monate: 
7.500 g
04 Monate:  7.640 g
05 Monate:  8.330 g
06 Monate:
  8.900 g
07 Monate: 
9.020 g
08 Monate:
  9.500 g
09 Monate:
10.000 g
27 Monate:
14.000 g
30 Monate:
15.700 g
33 Monate:
15.100 g
36 Monate:
15.900 g
48 Monate:
 18.100 g
60 Monate: 20.000 g
72 Monate:
22.300 g

Kopfumfang:
Geburt:
   35,5 cm
01 Monat:
  zwischen 35,5 und 38,9 cm ;)
02 Monate:
38,9 cm
03 Monate:
wir warten auf die U4 :)
04 Monate: 42,5 cm
05 Monate: wer weiß ;)
06 Monate: wir warten auf die U5 :)
07 Monate: 45,2 cm
08 Monate: größer als Janniks Kopf zur selben Zeit ;)
09 Monate: genau so sieht’s aus :P
27 Monate: unbekannt
30 Monate: 51 cm
33 Monate: unbekannt, aber größer
36 Monate: 57 cm
48 Monate: Messen dieser Kategorie ist eingestellt

Wunderbar ist Finns Geschmack. Er konzentriert sich nicht nur auf Süßes und mag nicht nur Nudeln. Neben Gmüse und Obst gehören Wurst + Käse zu seinem Standardprogramm. Vor allem bei den raffinierten Brotscheiben mit doppelten Belag (z. B. Käse mit Tomate) wird er so zu einem Nahrungskonkurrenten von Papa. Letztes Jahr sah es etwas danach aus, als würde er diese Vielfalt verlieren – aber es ist nicht so gekommen. Wie bei jedem gibt es Sachen, die er nicht gerne ist. Insgesamt ißt und trinkt er zu unserer Freude sehr abwechslungsreich. Allerdings mag er es eher mild, von scharf gewürzten Sachen lässt er lieber die Finger.

 

Rhythmus:

Der Tag beginnt für Finn meist gegen 6:10 Uhr –grundsätzlich lassen wir ihm die Wahl, ob er mit uns oder in der Kita frühstücken möchte. In den allermeisten Fällen zieht er das Frühstück bei uns vor und ist auch deutlich schneller als Jannik aus den Federn. Teilweise reicht ein kurzer Stupser und Finn springt aus dem Bett. Während sich Madl und ich früher beim „Taxidienst“ abgewechselt haben, hat sich das durch Corona gewandelt. Haupttaxifahrer ist Madl, welche durch ständiges Homeoffice einfach näher dran ist. Papa unterstützt immer dann, wenn er auch im Homeoffice ist. Gegen 7:10 Uhr bis 7:15 Uhr verlassen wir das Haus und sind mit kurzem Schulstopp so gg. 7:30 Uhr in der Kita. Damit hat Finn dann noch 30 Minuten Spielzeit bis zum Kita-Frühstück, was er unabhängig von der morgentlichen Entscheidung immer noch einnehmen kann.
Abends wird Finn gegen 16:30 Uhr von Mama abgeholt. Damit ist er nicht mehr einer der „regelmäßig“ letzten. Meist holt Jannik mit ab – bleibt aber im Auto.
Das Abendbrot wird ab 18:15 Uhr begonnen, manchmal auch etwas später. Fest etabliert ist dabei das Auffräumen des eigenen Geschirrs – was ab und zu jedoch auch einer oder zwei oder drei Erinnerungen bedarf. Ins Bad geht es dann gegen 19 Uhr und damit ist das Waschprogramm so gegen 19:30 Uhr abgeschlossen. Die Plus- und Minuspunkte aus dem letzten Jahr gibt es nur noch, wenn es aus unserer Sicht zur Motivation in zähen Situationen benötigt wird.
Da im letzten Jahr die Bildschirmzeiten zum Teil ausgeufert sind, gibt es nun ein tägliches Maximum von 60 Minuten + bildschirmfreie Zeit am Montag und Donnerstag. Für Finn ist das keine größere Sache, da er Bücher und Lego ebenso mag. Wenn er es sich aussuchen darf, waren oft „Kleine Trucks“ seine Favoriten, seit zwei Monaten schaut er aber tatsächlich Youtube-Videos von Minecraft. Das analoge Abendprogramm ist meist noch Mama dominiert, da Finn sich eher Mama wünscht und Jannik eben Papa. Wenn alle damit glücklich sind, ist uns das lieber als einen Wechsel „durchzudrücken“.
Am Wochenende schläft Finn ein wenig länger, ist bis 8 Uhr ruhig. Die Zeit von Mittagsschlaf ist auch in der Kita vorbei, da Finn im Frühjahr in die Traumgruppe gewechselt ist. Dort wird geruht, aber nicht geschlafen.
Seit Silvester schläft Finn in Janniks Zimmer. Das finden eigentlich beide gut, auch wenn Jannik das manchmal als Druckmittel nutzen möchte. Hier schreiten wir aber ein. Der größte Vorteil: Finn schläft im Bett durch, während Jannik immer noch zu uns kommt.
Sonntag ist Familienbadetag. Da beide weiterhin wachsen, müssen Finn und Jannik gut Rücksicht in der Wanne nehmen. Das führt häufiger mal zu Streitigkeiten, für die wir uns wohl im nächsten Jahr was überlegen müssen.

 

Was ist neu?:

  • erste Geburtstagsparty mit Freunden (09.11.2019)
  • kommt wieder regelmäßig ins große Bett (Mitte November)
  • selber Luftballon aufpusten (Anfang Dezember)
  • gute Rechenversuche bis 20 (Dezember)
  • schläft bei Jannik im Zimmer (Anfang Januar 2020)
  • erste große Strafe (19.01.2020)
  • erstes selbst erstelltes Geburtstagsbild (22.01.2020)
  • erstes Mal Tschechien (09.02.2020)
  • keine Kita wg. Corona (17.03.2020)
  • Ausgangssperre wg. Corona (21.03.2020)
  • erste Schreibaufgaben (28.04.2020)
  • erste Wackelzähne unten (Anfang Mai 2020)
  • erster eigener Schulstift (13.05.2020)
  • erster Ausflug alleine zum Spielplatz (19.05.2020)
  • erster Kartoffelsalat alleine zubereitet (22.05.2020)
  • erstes regelmäßiges Taschengeld (30.08.2020)
  • Schulanmeldung (10.09.2020)

 

Was wir mögen:
Lächeln/Lachen: Er weiß, dass Lächeln oft hilft und setzt dieses Überzeugungsinstrument auch ein.

Kuscheln: Das mag er immer noch und wir finden es toll.

Schlafen: Dass er in seinem Zimmer durchschläft.

Hilfe: Mitunter hilft er bei den Hausarbeiten freiwillig und ausdauernd mit. Ob Kochen, Backen, Rasen mähen oder Pappe zerkleinern – wenn er loslegt ist er nicht zu stoppen.

Soziales Verhalten: Finn ist oft empathisch – er bemerkt, wenn jemand traurig ist und versucht Abhilfe zu schaffen. Außerdem teilt er meist mit seinem großen Bruder, auch wenn dieser eher egoistisch unterwegs ist. Ebenso werden die kostbaren Tomaten beim Abendbrot geteilt – Mama und Papa erhalten persönlich je eine zugeteilt, Finn ißt die restlichen fünf.

Selbstständigkeit: Er ist unglaublich weit, auch wenn wir es mitunter gar nicht so wahr nehmen. Das harte Los des Zweigeborenen. Aber beim Beobachten Gleichaltriger in der Kita merkt man schon einen Unterschied.

Finn mag: 
Bücher: Er erklimmt sogar Regale und Tische, um sich ein Buch zu angeln. Wenn keiner in der Nähe ist, dann schaut er es sich alleine an.

Bus&Straßenbahn/Zug: Wenn er mit den öffentlichen Verkehrsmitteln nach Hause fährt, ist allgemeiner Feiertag. Leider gab es das in diesem Jahr nicht so häufig.

Technik: Hier lernt er unheimlich von Jannik. Auch sonst ist die Neugier groß, vor allem was die verschiedenen Möglichkeiten des Öffnens und Schließens diverser Verschlussachen angeht.

Jannik: Auch wenn der große Bruder oft ziemlich den großen Bruder raushängen lässt, Finn mag ihn einfach.

Elena: Die kleine Schwester von der Kita-Isabel und Finn verbringen viel Zeit.

Essen: Egal ob süß oder sauer. Von Paprika über Salamibrot und Gewürzgurken bishin zu einer Nachspeise – Finn ißt gern und viel. Das bleibt hoffentlich so.

Berufswunsch: bei der Bank (letztes Jahr: ohne Angabe)

Lieblingslied: Grün ja grün (letztes Jahr: Oh Tannenbaum)

Lieblingsfilm: StarWars Teil 3 (letztes Jahr: Cars 3)

Was mag Finn nicht:
zu schnelle Hilfe: Er ist der Macher. Da darf keiner auch nur eine Hand zur Hilfe reichen – sonst setzt es sofort ein wütendes: „ICH!!!“. Gefolgt von einem minutenlangen  „Ditschen“.

Jannik: Auch wenn er ihn eigentlich liebt. Beim Spielzeug hört meist die Bruderliebe auf. Da wird zurückgeschlagen, getreten und geschriehen.

Verlieren: Ab und zu spielen wir ein Brettspiel. Wenn Finn verliert, verteilen sich alsbald Figuren und Spiel im Raum.

Seine Unfälle: In letzter Zeit ärgert er sich über seine kleinen Unfälle, da hilft kein Nachfragen und erst Recht kein Pusten. Da hilft nur Zeit.

Was wir nicht mögen:
Brüllen: Finn trägt cholerische Ansätze, wenn irgendwas nicht nach seinen Vorstellungen läuft. Nun, da helfen Ohrenstöpsel und ein gutes Buch ? Ignorieren ist meist  die schnellste Methode zum Frieden, da weder ruhige Erklärungen noch andere pädagogische Ansätze helfen – nur häufig ist die Zeit zum „Aussitzen“ nicht da.

Soziales Verhalten: Beide Kinder alleine in einem Raum ergeben irgendwann Doppelgebrüll. Wenn es hart auf hart kommt, wird kein Zentimeter preis gegeben und zur Not auch mal zurück  getreten.

Lautstärke allgemein: Ein normales Gespräch zwischen Brüdern erreicht auch ohne Streit hohe Dezibelstärken.

Unser Motto derzeit:
Hauptsache gesund.

 

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